Wir stehen auf – für ein lebenswertes Miteinander

Im September 2020 haben in Bielefeld Kommunalwahlen stattgefunden. Es stand zu befürchten, dass die AfD Teil des Stadtrats werden würde, was inzwischen auch eingetreten ist. Eine Entwicklung, die wir nicht hinnehmen möchten und viele andere genauso wenig. Deshalb fassten wir bereits 2019 den Entschluss: Wir möchten etwas tun. Wir möchten Rassismus, Diskriminierung, Fremdenhass nicht einfach so geschehen lassen. Der Plan war, einen Rahmen zu schaffen, in dem wir Menschen die Möglichkeit geben würden, öffentlich Haltung zu zeigen und mit deutlichen Worten dafür einzustehen. Gegen Rassismus, gegen Diskriminierung, gegen Fremdenhass. Und FÜR ein lebenswertes Miteinander, FÜR das Sich-Einlassen auf Menschen, deren Lebensweise uns fremd ist, FÜR Akzeptanz und FÜR die Geduld, die nötig ist, um Probleme im Zusammenleben gemeinsam zu lösen und sich gegenseitig wohlwollend und aufgeschlossen zu begegnen.

Unsere Motivation – privates Engagement

Der Lockdown hat unser Projekt zunächst gestoppt, erst im Sommer 2020 konnten wir die Arbeit daran wiederaufnehmen. Finanzielle Interessen spielten dabei von Anfang keine Rolle. Die Kampagne gründet einzig und allein auf unserem persönlichen Engagement gegen rechts. Dasselbe gilt für alle, die mitgemacht, das heißt sich haben fotografieren lassen: dass sie sich als Privatpersonen mit ihrem Namen, ihrem Bild und ihrer Meinung an der Aktion beteiligt haben. Nicht als Vertreter von Arbeitgebern, Parteien, Vereinen oder vergleichbaren Organisationen. Wir haben jedem die Möglichkeit gegeben, sich in einem selbst gewählten Kontext zu verorten, doch parteipolitischen oder wirtschaftlichen Interessen wollten wir ausdrücklich keine Plattform bieten. Im Mittelpunkt stehen viele verschiedene, einzelne Personen – mit einem gemeinsamen Ziel.

Das Ergebnis – eine gemeinsame Haltung

In nur kurzer Zeit haben überwältigend viele Menschen unsere Kampagne genutzt, um öffentlich Haltung zu bekennen. Sie haben sie als Gelegenheit wahrgenommen, sich mit den eigenen Werten und Positionen auseinanderzusetzen und einem diffusen Unbehagen in einer konkreten Äußerung Ausdruck zu verleihen. Dabei haben wir die Erfahrung gemacht, dass wir gemeinsam etwas bewirken und gestalten können. Gemeinsam haben wir unmissverständlich klargemacht, dass wir Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit nicht dulden werden.

Wir sind:

Aljoscha Heidemann – Kommunikationsdesigner
Moritz Götte – Fotograf
Charlotte Wagner – Texterin
Michael Motyka – Grafiker
Rainer Falkenroth – Web-Entwickler
Marie Pischel – Schriftgestalterin
Annika Pott – Redakteurin
Alana Heidemann – Team
Frederick Heidemann – Team

Weitere Unterstützer*innen:
Katrin Braje – Grafikerin
Sophie Ast – Grafikerin
Björn Hokamp – Team
Carsten Gude – Team
Louisa Devantié – Team
Laslo Senf – Team
Nicole Köhring – Grafikbüro | Papeterie

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